30.08.2026

Neue Ornithologische Sammelberichte
Kürzlich erschienen folgende vogelkundliche Sammelberichte:
Region Neckar-Alb: Sammelbericht Nr. 57 (1. Halbjahr 2026): .
Deutschland: Auswertung zum Frühjahr 2026 in Der Falke: .
Viel Spaß beim Schmökern!
05.05.2026

Neue Ornithologische Sammelberichte
Kürzlich erschienen folgende vogelkundliche Sammelberichte:
Nordbaden: Jubiläums-Rundbrief Nr. 100 (Winterhalbjahr 2025/26): .
Rems-Murr-Kreis: Rundbriefe Nr. 184-185 (Juli bis Dezember 2025): .
Ulmer Raum: Jahresrückblick 2025 für 3 Gebiete:
Deutschland: Auswertung zum Winter 2025/26 in Der Falke: .
Viel Spaß beim Schmökern!
16.12.2025
Herbsttagung zum Monitoring seltener und häufiger Brutvögel (MsB / MhB) und zu ADEBAR

Am 15. November 2025 fand das erste Treffen zum Monitoring häufiger und seltener Brutvögel (MhB und MsB) sowie zum ADEBAR statt. Die mit ca. 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besuchte Tagung fand im Theologicum der Universität Tübingen statt.
Am Vormittag startete Tobias Erik Reiners, DDA, mit einem Überblick über den aktuellen Stand der Vogelmonitorings in Deutschland. Christine Mödinger, NABU, zeigte Ergebnisse aus 20 Jahren Monitoring häufiger Brutvögel in Baden-Württemberg. Lisa Maier stellte das Modul zum Röhrichtbrüter-Monitoring vor.
Am Nachmittag standen erste Ergebnisse aus dem Monitoring seltener Brutvögel auf der Tagesordnung: Julia Staggenborg und Ingmar Harry berichteten über den Rückgang von Grauammer und Baumpieper, Karin Kilchling-Hink über das Rebhuhn und geeignete Schutzmaßnahmen dafür. Mathias Kramer zeigte erste Ergebnisse aus dem MsB zu Klein-, Mittel-, Schwarz- und Grauspecht.
Nach der Kaffeepause mit Gelegenheit, sich über die anderen Module des Monitorings seltener Brutvögel wie z.B. Saatkrähe, Turteltaube oder Zaunammer zu informieren, wurde zum Abschluss der Tagung noch der Stand von ADEBAR 2 von Nils Anthes vorgestellt.
Einige der Vorträge sind als PDF unter folgenden Links zu finden:
17.10.2025
58. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW)
Am Sonntag, den 9. November 2025, findet im Stuttgarter Naturkundemuseum am Löwentor die 58. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz Baden-Württemberg (AGW) statt.
Das Tagungsprogramm mit weiteren Informationen finden Sie auf der Homepage der AGW:
Die AGW lädt alle Interessierten herzlich ein!
12.10.2025
Jahreszeitliches Auftreten: Neue Diagramme online

Aktiv ziehende Vögel:
Feldsperling, 2012-2024.

Präsenz auf Beobachtungslisten: :
Feldsperling, 2023 vs. 2012-2023.
Für eine Aktualisierung der Diagramme zum jahreszeitlichen Auftreten der Vögel Baden-Württembergs wurde nun die OGBW-Datenbank mit inzwischen > 12 Mio Datensätzen aus den Jahren 2012-2024 ausgewertet. Die aktualisierten Diagramme stehen ab sofort in unserem Online-Informationssystem "Vögel" zur Verfügung.
Pro Vogelart stehen nun bis zu vier verschiedene Diagrammtypen zur Verfügung. Aktualisiert wurden die bereits bekannten Darstellungen (a) der Gesamtphänologie auf Basis aller gemeldeten Individuen (in orange) sowie (b) der relativen Verteilung der Anzahl Meldungen über das Jahr (in blau).
Neu ergänzt wurden Diagramme von (c) aktiv ziehenden Individuen (in rot), in denen auch phänologische Kenndaten wie der Median pro Zugperiode dargestellt sind. Ein zweiter neuer Diagrammetyp vergleicht (d) die Präsenz auf Beobachtungslisten (in grün) im Jahr 2024 mit Werten aus der Referenzperiode 2012-2023. Diese Diagramme lassen einerseits phänologische Abweichungen wie etwa eine besonders frühe Rückkehr erkennen. Zudem lassen sich bei machen Arten Bestandsveränderungen abbilden, etwa beim Feldsperling mit ganzjährig einer nur noch etwa halb so hohen Präsenz auf Beobachtungslisten wie in der Referenzperiode (Abb. links).
08.09.2025
Armin Konrad erhielt das Bundesverdienstkreuz

Armin Konrad | © Mathias Kramer
Für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement und seine Rolle als Initiator, Multiplikator und Brückenbauer zahlreicher Naturschutzprojekte im Raum Heidelberg wurde Armin Konrad mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Insbesondere hat er in Kooperation mit dem Umweltamt Heidelberg und den Landwirten aus der Region den Arbeitskreis „Biodiversität und Landwirtschaft“ initiiert – ein Meilenstein für den Naturschutz in der Raumschaft.
Schon seit Jahrzehnten widmet sich Armin Konrad auch der Erforschung der Vogelwelt. In der Ornithologischen Gesellschaft Baden-Württemberg hat er sich mit der Organisation, Planung und Realisierung der Datenbank und der EDV-Struktur sowie als Datenbank-Administrator große Verdienste erworben. Lange Jahre war er im Beirat der OGBW. Wichtige Beiträge leistete er zum großen Grundlagenwerk „Die Vögel Baden-Württembergs“. Als Gründer und Leiter der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Rhein-Neckar trägt er in besonderem Maß zur Erforschung der Avifauna des Großraums um Heidelberg bei.
Die OGBW beglückwünscht Armin Konrad herzlich für die nunmehr erfolgte öffentliche Anerkennung und Ehrung seiner jahrzehntelangen, von enormem Engagement getragenen Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz und dankt ihm für seine vielfältige, wertvolle Unterstützung.
Die OGBW
08.09.2025
Georg Heine mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet
Für seine jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit für den Naturschutz und die Erforschung der Vogelwelt erhielt Georg Heine das Bundesverdienstkreuz am Bande. 50 Jahre leitete er die NABU-Gruppe Wangen, und seit 1980 ist er Sprecher des Arbeitskreises Ravensburg im Landesnaturschutzverband. Seit Jahrzehnten beteiligt sich Georg Heine maßgeblich an der Auswertung und Publikation vieler ornithologischer Untersuchungsprojekte, z. B. zur Entwicklung der Brut- und der Wasservogelbestände am Bodensee, den landesweiten Wasservogelzählungen, der Avifauna des Rohrsees oder zur Verbreitung und Bestandsentwicklung des Schwarzstorchs in Baden-Württemberg.
Georg Heine ist Gründungsmitglied der Ornithologischen Gesellschaft Baden-Württemberg und seit der Gründung im Jahr 2005 Mitglied des Beirats. Zu seinen bedeutendsten Leistungen für die OGBW gehört die auf Eigeninitiative und in ehrenamtlicher Arbeit durchgeführte Entwicklung des Programms „Miniavi“, mit welchem er erstmals die Möglichkeit der elektronischen Erfassung der Vogelwelt Baden-Württembergs und die Einrichtung einer entsprechenden Datenbank schuf. Damit hat er einen enormen Beitrag zur Erforschung und zum Schutz der Vogelwelt Baden-Württembergs geleistet. Seit der Etablierung der Datenbank ist er als Datenbank-Administrator tätig.
Georg Heine hat sich um die Vogelkunde und den Vogelschutz in Baden-Württemberg große Verdienste erworben. Wir gratulieren Georg Heine zu der hohen Auszeichnung und danken ihm herzlich für seine unermüdliche Arbeit.
Die OGBW
16.04.2025
Fischadler am Oberrhein brüten wieder - Erfolgsprojekt in Baden-Württemberg nunmehr im dritten Jahr
Seit kurzem steht fest: Baden-Württembergs einziges Fischadler-Elternpaar ist zurück am Oberrhein und brütet. „Im dritten Jahr als Eltern in Mittelbaden sind Weibchen Chronos und ihr Gatte Kepler ein eingespieltes Team. Wir hoffen jetzt auf ruhiges Frühlingswetter, damit in ihrem Horst in 25 Metern Höhe in rund 38 Tagen die Küken schlüpfen“, sagt Fischadler-Projektleiter Daniel Schmidt-Rothmund vom NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen. Auch wenn das Weibchen die Eier tief versteckt ins Nest gelegt hat, so konnte inzwischen herausgefunden werden, dass es zwei Stück sind.
Die künstliche Nisthilfe bei Rastatt hatte der Ornithologe vor vier Jahren in der badischen Oberrheinebene auf einem Baumriesen montiert. Fischadler lieben Wälder mit einzelnen, alles überragenden Baumriesen. So können sie alles überblicken, Nesträuber früh erspähen und verjagen. Das Männchen Kepler ist bereits am 19. März zum Horst zurückgekehrt und hat diesen mit Nistmaterial, wie Stöcken, Zweigen und trockenen Grasbüschel, schön gemacht. Weibchen Chronos erreichte fünf Tage später gesund das Nest, nach rund 5.000 Kilometern Rückflug aus dem Winterquartier südlich der Sahara. Dass sie brütet, weiß Schmidt-Rothmund seit wenigen Tagen: „Seit knapp einer Woche sitzt Chronos tief im Nest. Zuvor hat sie mit ihrem Körper darin eine Nistmulde geformt, damit die Eier gut geschützt und voll bedeckt sind. Ein erstes Ei ließ sich aber kurz auf einem Bild der Überwachungskamera erkennen.“
27.01.2025
Band 40 der Jahreshefte erschienen
Der Jahrgang 2024 (Band 40) der Ornithologischen Jahreshefte für Baden-Württemberg ist erschienen. Die Zeitschrift enthält sechs zum Teil umfangreiche Originalbeiträge, die viele wichtige Befunde aus den ehrenamtlichen Monitoringprogrammen darstellen. Behandelt werden dabei die Ergebnisse aus der landesweiten Wasservogelzählung 2020/21, aus 20 Jahren "Monitoring häufiger Brutvogelarten" im Land, sowie zu den Meldungen seltener Vogelarten im Jahr 2022. Weitere Beiträge befassen sich mit Felsbruten der Mehlschwalbe, einer Bestandserfassung der Wasseramsel an der Elz, sowie der Bedeutung künstlicher Wasserstellen für Vögel im Nordschwarzwald.
Die Zusammenfassungen aller Beiträge stehen auf der OGBW-Website frei zur Verfügung, vom Jahresbericht der AKBW auch der Volltext .
12.01.2025
Trauer um Ulrich Mahler, einen bedeutenden Avifaunisten und Naturschützer

© Lutz Lücker
Die OGBW trauert um einen bedeutenden Avifaunisten und Naturschützer unseres Landes. Für uns viel zu früh hat uns Ulrich Mahler am 27.12.2024 im Alter von 76 Jahren nach längerer Krankheit für immer verlassen. Seine langjährige Tätigkeit als Mitautor mehrerer Bände der Grundlagenwerke „Die Vögel Baden-Württembergs“, der Erstellung landesweiter Roter Listen der Brutvogelarten und vor allem seine über fast fünf Jahrzehnte währende Beobachter- und Naturschutztätigkeit in seinem so sehr geliebten NSG Wagbachniederung werden für immer mit seinem Namen verbunden bleiben. Wir verlieren aber auch einen engagierten Menschen und Freund, der nicht nur im Rahmen seiner OGBW-Vorstandstätigkeit, sondern zuverlässig und ohne viele Worte darüber zu verlieren auch hinter den Kulissen viel für unsere ornithologische Fachgesellschaft geleistet hat. Wir verdanken ihm viel und werden sein Andenken bewahren.
Klaus Vowinkel für den Vorstand der OGBW
02.10.2023
Wolfgang Dornberger erhält den "Hans-Löhrl-Preis 2023" der DO-G

Im Rahmen der 156. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (D-OG) in Augsburg erhielt Wolfgang Dornberger am 21.09.2023 den Hans-Löhrl-Preis 2023. Die Ehrung wurde ihm zuteil für seine fast 50 Jahre laufende Langzeituntersuchung zur Biologie und Bestandsentwicklung der Goldammer, die er mit klassischen feldornithologischen Methoden durchgeführt hat. In der Publikation "Dornberger, W. (2019): Biologie der Goldammer in Hohenlohe-Franken. Ornithol. Anzeiger 57: 198-227" hat er die Ergebnisse zusammengefasst.
Die OGBW gratuliert Wolfgang Dornberger herzlich zu dieser Auszeichnung. Er ist seit der Gründung der OGBW im Jahr 2005 Mitglied und im Beirat.
04.12.2022
PECBMS Update 2022: Bestände schrumpfen weiter
Goldammer
Der European Bird Census Council (EBCC) ermittelt in Zusammenarbeit mit BirdLife International im Rahmen des Pan-European Common Bird Monitoring Scheme (PECBMS) 2022 die Bestandstrends der häufigen Brutvögel Europas anhand der gesammelten Daten aus den nationalen Monitoring-Programmen 30 europäischer Länder. Der aktuelle Bericht 2022 zeigt, wie sich der Abwärtstrend der Bestände weiter fortsetzt. So hat im Untersuchungszeitraum 1980-2021 der gesamte Bestand der 168 in Europa heimischen Arten im Schnitt um 10 % abgenommen.

Bestandsentwicklung Goldammer
Bei Waldvögeln ist eine Abnahme um 19% festzustellen, wobei sich seit einigen Jahren teilweise Bestandserholungen zeigen. Noch dramatischer sieht es bei den Agrarvögeln aus, die weiterhin stark in ihren Beständen schwinden und seit 1980 sogar um 60 % in ihrem Bestand reduziert worden sind. Wenn Sie selbst die Bestandstrends zu einzelnen Arten in Europa nachschauen wollen, finden Sie die Auswertungen des PECMBS unter https://pecbms.info/trends-and-indicators/species-trends/. Informationen über die Bestandsentwicklungen der häufigen Brutvogelarten in Deutschland können Sie sich im Informationssystem des DDA (https://www.dda-web.de/voegel), Entwicklungen in Baden-Württemberg auf unserer Webseite unter der Rubrik "Vögel" entnehmen (https://www.ogbw.de/voegel).
11.10.2022
Neue Rote Liste der Brutvögel Baden-Württembergs
© LUBW
Am 6. Oktober wurde von der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) die 7. Fassung der Roten Liste der Brutvögel Baden-Württembergs veröffentlicht.
Wie zu erwarten war, hat sich die Situation der heimischen Brutvogelarten gegenüber der 6. Fassung insgesamt weiter verschlechtert. Neben einer wachsenden Zahl ausgestorbener Arten – jüngst gehören hierzu jetzt auch Flußuferläufer, Haselhuhn und Raubwürger – hat sich die Situation insbesondere bei den Offenlandarten und hier speziell bei charakteristischen Feldvögeln weiter verschlechtert. Dabei hatten viele dieser Arten bereits die höchste Gefährdungskategorie erreicht und haben nunmehr kritische Bestandsgrößen erreicht. Besonders besorgniserregend ist, dass sich die Bestände etlicher Arten auch in den Vogelschutzgebieten im freien Fall befinden oder dort sogar schon verschwunden sind. Aber es gibt auch positive Beispiele wie den Weißstorch, der dank jahrzehntelanger Schutzanstrengungen jetzt erstmals aus der Roten Liste entlassen werden konnte.
Die Rote Liste (PDF) kann hier oder auf der Homepage der LUBW als barrierefreie Version heruntergeladen werden, eine Druckversion wird in wenigen Wochen verfügbar sein. Das Rote Liste Gremium möchte sich an dieser Stelle bei allen Mitarbeitenden und aktiven OrnithologInnen im Land bedanken. Die Vorarbeiten für die 8. Fassung über den Berichtszeitraum 2017-2022 haben bereits begonnen.
26.03.2022
Eckpunktepapier für ein Bodenbrüterprogramm
Braunkehlchen | © J. Einstein
Feld- und Wiesenbrüter zählen zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten in Baden-Württemberg. Ein erheblicher Anteil der vorkommenden Offenlandarten ist landesweit vom Aussterben bedroht und es gibt kaum noch überlebensfähige Restvorkommen. Eine umfangreiche Wiederausdehnung der Vorkommen ist für die langfristige Sicherung der Arten zwingend erforderlich.
Im Koalitionsvertrag hatten Grün-Schwarz ein Bodenbrüterprogramm angekündigt. In einer breiten Allianz für die Bodenbrüter fordert der NABU gemeinsam mit dem Landesjagdverband (LJV), dem Landkreistag Baden-Württemberg und der Ornithologischen Gesellschaft (OGBW) die Landesregierung zum Handeln auf. In einem Eckpunktepapier beschreiben die vier Verbände die schwierige Situation der bodenbrütenden Agrarvögel sowie Maßnahmen und Kosten für ihren Schutz.
12.03.2022
Rotmilan gegen Windkraft - Das Märchen vom bedrohten Greifvogel
Im ZDF Frontal Beitrag „Rotmilan gegen Windkraft - Das Märchen vom bedrohten Greifvogel“ vom 22.02.22 wurden vor dem Hintergrund des Konfliktfelds Artenschutz und Windenergieausbau in Deutschland Angaben zu den Todesursachen des Rotmilans gemacht. Die zentrale Aussage des TV-Berichts, dass Windenergieanlagen keine relevante Rolle als Gefährdungsfaktor für den Rotmilan spielen, widerspricht dem Stand der wissenschaftlichen Forschung und lässt sich aus denvorliegenden "vorläufigen" Ergebnissen aus dem Eurokite-Projekt nicht ableiten. Tatsächlich stellen Kollisionen mit WEA nachgewiesenermaßen eine erhebliche Todesursache für Rotmilane in Deutschland dar. Dies geht aus einer Stellungnahme von Rotmilan-Expertinnen und Experten hervor, auf die wir Sie hinweisen möchten.
2022_stellungnahme_fachgruppe_rotmilan_todesursachen_wea.pdf

04.03.2022
Aufruf der DO-G bezüglich des Ukraine Kriegs
Liebe DO-G Mitglieder, liebe Vogelkundler und Vogelkundlerinnen,
angesichts des Krieges gegen die Ukraine und der Tatsache, dass unter den betroffenen Menschen vor Ort auch einige, oft uns gut bekannte und mit manchen von uns beruflich und freundschaftlich verbundene Ornithologinnen und Ornithologen und ihre Familien sind, ergeht hier ein Aufruf unseres Präsidenten Dr. Wolfgang Fiedler (Auszug):
"Die letzten Tage erreichten uns Hilferufe von ukrainischen Vogelkundlern, die Unterstützung und Sicherheit für ihre Familie im Ausland suchen. Uns erreichen auch verzweifelte und sehr mutige Statements von russischen und belarussischen Kollegen und Kolleginnen, die den Überfall auf die Ukraine ablehnen und sich dagegen positionieren. Zugleich kamen Anregungen und Angebote von Menschen, die gerne Hilfe leisten würden.
18.07.2021
Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands erschienen

© DRV / NABU
Das Nationale Gremium Rote Liste Vögel hat die sechste Fassung der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands vorgelegt. 43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten mussten in die neue Rote Liste aufgenommen werden, inklusive der in Deutschland ausgestorbenen Brutvogelarten. Somit steht annähernd jede zweite Brutvogelart auf der neuen Roten Liste und ist somit bedroht.
Vor allem in der höchsten Gefährdungskategorie ‚Vom Aussterben bedroht‘ kam es zu einem deutlichen Anstieg. Hier nahm die Artenzahl um über zehn Prozent gegenüber der vorherigen Fassung von 2015 zu, um Arten wie Raubwürger oder Knäkente. Damit sind nun 33 oder knapp 13 Prozent der deutschen Brutvogelarten vom Aussterben bedroht. Hierunter fallen auch Arten, die im besonderen Fokus des Artenschutzes stehen, wie Uferschnepfe, Großtrappe oder Auerhuhn.
Die Rote Liste der Brutvögel Deutschlands ist erschienen in den „Berichten zum Vogelschutz" 57 (2020): 13 — 112. Erhältlich beim LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern), Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein, bzv@lbv.de.


